SpVgg Feldmoching

SpVgg Feldmoching – SV Pullach 4:1 (1:1)

Am Dienstag hatten wir den SV Pullach zu Gast. Bei herrlichem Spätsommerwetter begannen die Gäste sehr stark und konnten in der 9. Minute durch Robin Hoffmann mit 0:1 in Führung gehen. Ein Freistoß aus gut 20 Metern landete als Kullerball im Tor. Hierbei machte unser Torwart Patrick keine gute Figur. Die Pullacher bestimmten auch in der Folgezeit das Spiel geschehen und wir bekamen keinen Zugriff auf die Gästespieler. Wir waren viel zu passiv und fast jeder Ball war ein Fehlpass. In der 42. Minute nahm sich Moritz Haile ein Herz und zog nach einem Alleingang aus 22 Metern ab und der Ball landete im langen Eck. Hierbei hinterließ der Gästetorwart keinen guten Eindruck. So gingen wir mit einem glücklichen Unentschieden in die Pause.
Helmut Leidenberger musste in der Kabine die richtigen Worte gefunden haben, denn nun lief eine ganz andere Mannschaft aufs Feld. Auf einmal waren wir konsequent am Mann und der Ball lief besser durch unsere Reihen. Nach schönem Pass auf Said Magomedov ließ dieser dem Gästetorwart keine Chance und schoss überlegt zum 2:1 ein (50. Minute). Nach tollem Anspiel von Gabriel Ramaj erzielte wieder Said Magomedov in der 62. Minute das 3:1. Auch hier zeigte Said keine Nerven und überwand den Torwart eiskalt. Die Gäste versuchten nun mit Gewalt zum Erfolg zu kommen, aber unsere „Jungs“ waren nun viel besser bei der Sache und ließen nichts mehr zu.
In der 87. Minute konnte Dogukan Mumcu nach dem schönsten Angriff und mehreren Doppelpässen das 4:1 erzielen.  Der Torjäger der Gäste Gilbert Diep war so frustriert das er nach zwei Fouls in fünf Minuten die Gelb-Rote Karte bekam. Kurz darauf pfiff das sehr gute Schiedsrichtergespann das Spiel ab. So souverän wie diese Herren leiteten war schon große Klasse.
Mit diesem Sieg haben wir wieder den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze gefunden. Nun heißt es am Sonntag gegen TuS Geretsried nachzulegen, was aber sicher nicht leicht werden wird.         
– Euer Harry –

SV Ampfing – SpVgg Feldmoching 2:2 (1:1)

Am Freitag waren wir zum Flutlichtspiel in Ampfing zu Gast. Es waren fast 50 Fans der SpVgg zu diesem Spiel gekommen. Wir bestimmten die ersten Minuten das Geschehen, aber wie schon in den letzten Spielen kam die Heimmannschaft mit dem ersten Angriff zum Torerfolg. Nach einer Aufmerksamkeit in unserer Abwehr konnte Oliver Weichhart ungestört zur 1:0 Führung einschießen. In der 9. Minute bekamen wir einen Freistoß auf der linken Seite zugesprochen. Mario Ljubicic brachte den Ball flach und scharf in den 16er der Ampfinger und Cihan Öztürk konnte diesen ins Tor schieben. Bis zum Wechsel sahen die ca. 100 Zuschauer ein ausgeglichenes Spiel bei dem sich keine Mannschaft große Torchancen erarbeite konnte. Bis zum Strafraum der Heimmannschaft war unser Spiel sehr ansehnlich, aber immer wieder misslang der letzte Pass. In der zweiten Halbzeit kamen wir besser ins Spiel, aber wie schon zu Beginn des Spiels konnten die Ampfinger durch Daniel Toma in der 53. Minute durch einen Weitschuss in Führung gehen. Bei diesem Tor sah unser Torwart Semih Cakmakci nicht gut aus, was aber auch dem schlechten Flutlicht zugeschrieben werden kann. Leider vergaben wir durch den eingewechselten Luan Redzepi eine hundertprozentige Torchance, als er von Said Magomedov schön freigespielt wurde, aber sein Schuss ging hoch über das Tor in den Nachthimmel.
In der 74. Minute konnte Semih Cakmakci mit einer tollen Reaktion dass 3:1 verhindern und somit blieben wir weiterhin im Spiel. In der 85. Minute konnte sich der eingewechselte Noah Maslaton auf der linken Seite gegen zwei Ampfinger durchsetzen und seine präzise Hereingabe verwandelte Said Magomedov mit einem Superschlenzer ins lange recht Toreck zum verdienten 2:2 Ausgleich. In den letzten Minuten wollten wir unbedingt noch den Siegtreffer erzielen, aber auch hier fehlte immer wieder der entscheidende Pass in die Spitze. So pfiff der gute Schiedsrichter in der 95. Minute das Spiel ab und es blieb beim verdienten Remi. – Harry –

SpVgg Feldmoching – TSV 1880 Wasserburg 0:1 (0:1)

Nach der unnötigen Niederlage in Bruckmühl wollten wir heute unbedingt punkten. Das Spiel gegen Wasserburg begann recht schlecht für uns und wir hatten in der 6. Minute viel Glück als Robert Leidenberger gerade noch auf der Linie das 0:1 verhindern konnte. Doch in der 16. Minute begann das Unheil für Feldmoching. Nach einem klaren Abseits (2 Meter) lief ein Stürmer auf unseren Torwart zu und ließ sich einen Meter vor unseren Torwart über diesen fallen und blieb liegen. Der Schiedsrichter gab daraufhin Strafstoß. Dieser wurde von Michael Barthuber zum 0:1 verwandelt. In der Folgezeit konnten wir das Spiel offen gestalten, ohne jedoch zu Torchancen zu kommen. Nach dem Wechsel hatten wir unsere stärkste Phase und wir erspielten uns einige Torchancen. Leider vergab Kristof Kuchlbauer eine gute Gelegenheit, aber sein Kopfball ging knapp über das Tor. Auch Cihan Öztürk hatte zwei sehr gute Torchancen, aber seine „Schüsse“ gingen entweder neben das Tor oder wurden eine sichere Beute des Gästetorwarts.
Leider kann man sagen, dass unsere Stürmer heute keine Durchschlagskraft hatten und das Spiel in die Spitze zu ungenau war. Die größte Chance hatte Gabriel Ramaj als er völlig frei aus 12 Metern zum Schuss kam, aber weit über das Tor schoss. Die Gäste kamen in der Schlussphase als Robert Leidenberger eine 10 Minuten Strafe absitzen musste noch zu guten Kontergelegenheiten, vergaben diese aber leichtfertig. In der 92. Minute wurde ein Schuss von uns von einem Spieler der Wasserburger mit der Hand abgewehrt, aber der Schiedsrichter zeigte sofort an, dass er hier keinen Handelfmeter geben würde.
PS: Wenn ein Schiedsrichter vor dem Spiel alle Spieler des Gegners mit Handschlag begrüßt und nach dem Spiel wieder alle mit Handschlag verabschiedet ist dies nicht gerade gut. Dazu wurde er von uns zum Essen eingeladen, was er dankend annahm, aber nach dem Spiel einfach nicht zum Essen kam und sich auch nicht verabschiedet hat. Er wahrscheinlich seine Fehler eingesehen. Als ich (1.Vorstand) nach dem Spiel in die Kabine des Schiedsrichters ging sagte er nur zu mir:
Auch ein Schiedsrichter kann einmal Fehler machen, aber wenn deine Spieler so schlecht sind und kein Tor schießen können sind sie selber schuld und ich solle jetzt sofort die Schiedsrichterkabine verlassen. Ich habe mich verabschiedet und habe ohne Worte die Kabine verlassen.
Diese Art kenne ich von Schiedsrichtern nicht, tut mir leid. – Euer Harry –

SpVgg Feldmoching – SB Chiemgau Traunstein 3:0 (0:0)

Nach der verdienten Niederlage in Unterföhring hatten wir am Sonntag den nächsten schweren Gegner. Gegen den letztjährigen Vizemeister aus Traunstein waren wir klar der Außenseiter. Die Gäste haben einige Spieler aus der Regional- und Bayernliga. In den ersten zehn Minuten waren die Gäste überlegen, aber als die Phase überstanden war konnten wir das Spiel offen gestalten.
Es war ein kampfbetontes Spiel indem beide Mannschaften sich wenig Torchancen erspielten. So pfiff das sehr gute Schiedsrichtergespann nach 45 Minuten bei einem gerechten Unentschieden zur Halbzeitpause. Nach dem Wechsel kamen wir immer besser ins Spiel und waren den Gästen vor allem läuferisch überlegen. In der 60. Minute spielte Moritz Haile auf der rechten Seite auf Dogukan Mumku, dessen Schuss wurde von einem Gegner abgewehrt und Moritz schoss überlegt zum 1:0 ins Eck. In der Folgezeit hatten wir sehr gute Angriffe, aber zum Leidwesen von Trainer Helmut Leidenberger waren diese oftmals zu hektisch und unüberlegt.
In der 72. Minute marschierte der eingewechselte Luan Redzepi an der Mittellinie auf und davon. Sein Pass auf den mitlaufenden Noah Maslaton war super und Noah ließ noch einen Gegner stehen und legte dann auf Rudi Gerhartsreiter ab und dieser ließ sich nicht bitten und schloss eiskalt zum 2:0 ab. Kurz darauf hätte Luan Redzepi das 3:0 erzielen müssen als er allein auf den Torwart zulief, aber den Ball am langen Eck vorbeischoss. Die größte Chance hatten die Traunsteiner in der 75. Minute als nach einem Einwurf zwei Feldmochinger Spieler den Ball verfehlten und die darauffolgende Flanke verhalf Constantin Marinkovic zu einer 1000%igen Chance. Aber Teufelskerl Semih Cakmakci entschärfte das Geschoss aus 6 Metern mit einem unfassbaren Reflex und lenkte das Leder über den Pfosten. In der Folgezeit war es aber auch schon wieder vorbei mit dem Aufwind der Gäste und von Minute zu Minute verließen sie immer mehr die Kräfte. In der 87. Minute konnte Dogukan Mumcu ein Fehlpass im Mittelfeld anfangen und setzte sofort Rudi Gerhartsreiter in Szene. Dieser setzte sich gegen zwei Gegenspieler durch und sein Schuss schlug unhaltbar für den Torwart zum 3:0 unter der Latte ein.
Heute hat unsere Mannschaft wieder einmal gezeigt was man mit großer Laufbereitschaft und enormen Willen alles bewegen kann. Also „Jungs“ weiter so und dann werden wir sicher auch in den nächsten Spielen punkten können.
Euer Harry

FC Unterföhring – SpVgg Feldmoching 3:0 (1:0)

Nach dem Sieg gegen Schwaig fuhren wir optimistisch zum Auswärtsspiel nach Unterföhring. Schon in der 5. Minute hatten wir eine große Chance als Noah Maslaton eine präzise Flanke auf Rudi Gerhartsreiter schlug, aber sein Kopfball war zu ungenau und ging am Tor vorbei. Dies sollte aber bis zur 80. Minute die letzte Chance für uns sein. Die Unterföhringer verschärften das Tempo und ließen uns nicht ins Spiel kommen. Das Mittelfeld der Feldmochinger bekam überhaupt keinen Zugriff auf die Spieler der Heimmannschaft und unsere Abwehr war teilweise stark überfordert. Als die Feldmochinger Zuschauer schon an ein O:O glaubten schlugen die Unterföhringer eiskalt zu. Nach einem schönen Angriff über die linke Seite stand Sali Aliji völlig blank und ließ Semih Cakmakci mit einem platzierten Schuss ins lange Eck keine Abwehrchance. So ging es mit einer völlig verdienten Führung für Unterföhring in die Halbzeitpause.
Nach dem Wechsel konnten wir die ersten fünf Minuten das Spiel offen gestalten ehe die Heimmannschaft nach einem völligen Blackout unserer Abwehr in der 53. Minute durch ihren besten Mann Emre Altunay das 2:0 erzielen konnten. Kurz darauf gab der Schiedsrichter einen Freistoß für Unterföhring und unsere „Jungs“ waren noch beim diskutieren als der FCU den Ball schnell auf die rechte Seite schlug und die Hereingabe konnte wiederum Emre Altunay zum 3:0 verwerten (57. Minute).
In der Folgezeit ließen es die Unterföhringer etwas langsamer angehen. So konnten wir uns noch zwei Chancen erarbeiten, aber diese vergaben wir recht kläglich. Auch die Heimmannschaft hätte das Ergebnis noch höherschrauben können. So konnten wir froh sein als der Schiedsrichter das Spiel nach neunzig Minuten abpfiff.
Fazit: Mund abwischen und sich schnellstens auf das nächste Spielvorbereiten.
Euer Harry 

SpVgg Feldmoching – FC Spfr. Schwaig 2:1 (1:0)

Nach dem ersten Sieg gegen Forstinning hatten wir mit dem FC Spfr. Schwaig einen sehr schweren Gegner zu Gast. Heute fehlten uns fünf Stammspieler und unser Trainer Helmut Leidenberger war hier nicht zu beneiden. Doch zum Erstaunen der Feldmochinger Fans hatte Helmut die Mannschaft hervorragend eingestellt und man konnte in der Anfangsphase des Spiels keinen Unterschied in der Leistungsstärke beider Teams feststellen. Mit starkem Rückenwind kamen wir immer wieder zu guten Torchancen und konnten in der 14. Minute durch einen Kopfball von Rudi Gerhartsreiter mit 1:0 in Führung gehen. Die Gäste hatten in der Folgezeit auch zwei Torchancen die aber zu unserem Glück nicht verwertet werden konnten.
Durch große Laufbereitschaft unserer „Jungs“ ließen wir die Schwaiger aber nicht richtig ins Spiel kommen. So ging es mit einer knappen aber nicht unverdienten Führung in die Pause. Die Gäste versuchten nun mit Rückenwind zum Ausgleich zu kommen, aber die Feldmochinger hielten stark dagegen. In der 59. Minute konnte Noah Maslaton nach einer starken Abwehr des Gästetorwart den Ball über die Linie bugsieren. Kurz darauf verhinderte Semih Cakmakci den Anschlusstreffer als er einen Kopfball aus fünf Metern Entfernung mit einem Super Reflex abwehrte. In der 69. Minute hätte Luan Redzepi das 3:0 erzielen müssen, als er allein auf den Gästetorwart zulief, aber diesen nicht überwinden konnte. Die Schwaiger versuchten nun mit verstärkten Angriffen zum Anschlusstreffer zu kommen, aber unsere Abwehr stand heute sehr gut. Wichtig war auch das Kristof Kuchlbauer den Torjäger der Gäste Raffael Ascher nicht zur Entfaltung kommen ließ.
So konnten wir mit einer enormen Kampfbereitschaft und manchmal auch mit etwas Glück das zu Null halten. In der 90. Minute gelang Georgakos das 2:1 und in der 96. Minute traf zum Glück für uns Raffael Ascher aus kurzer Entfernung nur die Latte. Kurz darauf pfiff der sehr starke Schiedsrichter das Spiel ab und wir konnten einen nicht erwarteten Sieg feiern. Heute hat man gemerkt das unsere Mannschaft in der Landesliga angekommen ist und ein jeder für den anderen kämpft.
Spitze „Jungs“ macht weiter so.
Euer Harry

Viel Neues seit dem Aufstieg – ein Rückblick auf den Verlauf der Landesliga Vorbereitung

Liebe Fans und Anhänger der Spvgg,

wer dem historischen Aufstiegsspiel in Mering beiwohnen und mit dem Team den verdienten Landesliga-Aufstieg feiern konnte, wurde auch Zeuge, wie eine Mannschaft mit purem Willen und knapper Besetzung ein solches Spiel herumreißen kann.

Eine starke Einstellung und Laufleistung von jedem unserer Jungs war auch deshalb zwingend erforderlich gewesen, weil der doch recht dezimierte Kader (Sperren, Langzeitverletzungen, Urlaub) genau zur Hochphase der Saison keine Puffer mehr aufwies. Die Ersatzbank bestand im Grunde genommen nur aus einem Ersatzspieler der 1. Mannschaft, einem Ersatztorwart der 2. Mannschaft, einem Ersatzspieler der 2. Mannschaft und dem Trainer selbst, welcher sicher mit 46 Jahren nicht die fitteste Option für so eine Aufgabe war.

Kurzum, galt es bereits lange vor dem potentiellen Aufstieg und unabhängig von der Liga, für die neue Saison in jedem Fall den Kader auf deutlich breitere Beine zu stellen. Diese Möglichkeit war für uns im Winter leider aus diversen Gründen nicht gegeben. Alleine aus wirtschaftlichen Gründen sind Spielerwechsel in der Winterpause nur mit „Basar-ähnlichen“ Verhandlungen möglich, denn zu diesem Zeitpunkt gibt es keine einheitlichen Regelungen, sondern völlig freie Verhandlungen zwischen den Vereinen.    

Zum Saisonende war eine der wichtigsten Aufgaben deshalb, unsere verdienten Spieler inkl. dem Teamgeist zunächst zusammenzuhalten, damit wir die gemeinsam erarbeiteten Fortschritte nicht nur nicht verlieren, sondern stattdessen genau am diesem letzten Leistungsstand wieder aufzusetzen und uns weiter entwickeln können.

Diese Basisaufgabe wurde mit unserer Mannschaft auch zügig erfolgreich und gemeinsam beschlossen. Insgesamt verzeichneten wir 4 Abgänge, wovon sich zwei Spieler in die Bayernliga weiterentwickelten und 2 Spieler ihr Karriereende bekanntgaben. Allen Spielern danken wir ausdrücklich für Ihren Einsatz für die Spvgg und wünschen ihnen alles Gute für ihre Zukunft.

Dem Gegenüber kann man im Neuzugangsbereich ebenfalls eine äußerst positive Bilanz ziehen. In der kommenden Saison verstärken uns insgesamt 15 Neuzugänge:

Nabil aus Landsberg, Nedim aus Olching, Ivan von Fürstenfeldbruck, Luan von Inhauser Moos, Ekrem von Aubing, Manolo von Ismaning, Samuel von Blumenau, Enzo von Karlsfeld, Wassim vom SVN, Camillo von Freising, Adama von Wolfratshausen, Haris von Mering, Baldo von Heimstetten, Kristof von Manching, Rudi vom SVN und Tolla von Milbertshofen      

Allen diesen Jungs „Herzlich willkommen“ und einen guten Einstieg, sowie viel Spaß in Feldmoching.

Neben den Spielern, darf sich die Spvgg aber auch im Trainerstab über Zuwachs freuen. Mit Daniel Maether konnten wir einen ehemaligen Bayernliga-Spieler des FC Ismaning als neuen Co-Trainer gewinnen, welcher zuletzt sehr erfolgreich die 2. Mannschaft des FC Wacker München aus dem Tabellenkeller in das obere Drittel geführt hatte. Er beerbte damit Manfred Leidenberger, welcher zum Sommer seine spärliche Freizeit wieder mehr dem Job, seiner Familie und seinen Einsätzen in der Senioren-Mannschaft des FC Bayern widmen wollte.

Weiter im Boot – zur Freude des gesamten Teams – ist auch unsere Nicole wieder, die sich gewohnt engagiert rund um die Betreuung und Organisation des Aushängeschildes des Feldmochinger Fußballs kümmert und damit auch uns Trainer wirkungsvoll entlastet.

Ebenfalls mit großem Applaus wurde auch das neuerliche Engagement unseres „Tape-Gottes“ Peter Rein gefeiert, welcher uns auch in der kommenden Saison wieder physiotherapeutisch betreut und in gewohnter Qualität, wieder das eine oder andere Wunder vollbringt, um unsere Jungs spielbereit wiederherzustellen.

Auch unser Mannschaftsarzt Dr. med. Daniel Heitkamp bleibt uns erhalten und wird gerade bei schwerwiegenden Vorfällen mit seiner medizinischen Kompetenz wieder die richtigen Schritte einleiten und mit seinen guten Kontakten für schnelle Anamnese und Genesungen sorgen.

Wie im letzten Jahr können wir auch in der kommenden Saison wieder auf das Wissen und Können unseres Torwarttrainers Dennis Arzberger zurückgreifen. Dennis unterstützt uns auch in dieser Saison wieder tatkräftig und kümmert sich speziell um die Belange unserer Keeper. Mit seiner Erfahrung und Kontakten aus der Profi-Zeit, haben wir einen Garanten für eine hoch qualitative Entwicklung unserer Torhüter wieder in unseren Reihen.

Zu guter Letzt ergänzt das Trainerteam Sarah Brunell, die mit Ihrer Kompetenz im Bereich der Ernährungswissenschaften dafür sorgt, dass unsere Spieler sich nicht nur auf, sondern auch neben dem Platz optimal auf Trainingsbelastungen und Spiele vorbereiten. Man ist ja bekanntermaßen, was man isst. Dies hat in der Rückrunde schon Entwicklungen bewegt und wird uns auch dieses Jahr wieder helfen.

Mit den rein organisatorischen Regelungen und Klärungen bewegt sich der Ball auf dem Spielfeld natürlich noch lange nicht. Die Planung einer möglichst optimalen Vorbereitungsphase für die Rückkehr in die Landesliga, stellte deshalb insbesondere für uns Trainer eine ganz besondere Herausforderung dar. Dies hatte mehrere Gründe. Allen voran die teils wirklich wahnsinnigen Vorstellungen und Regelungen des Bayrischen Fußballverbandes. Nach den langen Spielen in der Aufstiegsrelegation wäre quasi direkt mit dem Folgetag die neue Vorbereitung – völlig ohne irgendeine Erholungsphase (mental und auch körperlich) – gestartet. Interessierten, die selbst nie in der Situation gewesen sind, sei gesagt, dass genau diese Phase ganz besonders wichtig ist und das Fehlen einer solchen Pause oftmals gerade muskuläre Probleme nach sich zieht und das gesamte Team in der Saison belastet. Aber nicht nur der direkte Wiedereinstieg ins Training war ein Thema, sondern auch die Planung des Saisonstartes. In den ersten beiden Wochen – die zudem die Haupturlaubszeit darstellen – setzte man direkt zwei „englische Wochen“ an, was quasi im 3 Tages-Rhythmus Spielbelastungen bedeutet.

Dies passend zu berücksichtigen und dabei die teils sehr unterschiedlichen Leistungsniveaus der bisherigen und neuen Spieler unter einen Hut zu bringen, galt es zu managen. Was für den einen Spieler zu wenig, wäre für den Anderen im Zweifel ggf. zu viel.

Anders als in der Wintervorbereitung, in der alle Spieler geschlossen auf annähernd ähnlichem Niveau starteten, erwarteten wir im Trainerstab dieses Mal keinen durchweg positiven Ergebnisverlauf bei den Vorbereitungsspielen. Zu viele Veränderungen hatten stattgefunden, zu viele Automatismen fehlten und vor allem zu unterschiedlich war die individuelle Fitness der Spieler.

Wie zu erwarten gewesen, laborierten einige Spieler über die Vorbereitungszeit immer wieder an muskulären Problemen herum, da wir unsere teils sehr intensiven Einheiten immer am Rande des noch Machbaren ansetzten. Unsere zuletzt starke Physis, hatte auch den entscheidenden Kick im Aufstiegsrennen gegeben. Dies wollten wir in jedem Fall erhalten und sogar ausbauen.

Auch die Integration der neuen Spieler in unser Spielsystem war eine der wichtigen Aufgaben.

Nachdem das offizielle Ende der alten Saison und deren Ausgang, sowie der neuerliche Wiedereinstieg bis zuletzt nicht klar war, mussten wir auch kurzfristig entsprechende Vorbereitungsgegner identifizieren und die Spiele dann auch so ansetzen. Die Vorbereitungsgegner waren anders als in der Winter Vorbereitung bewusst anders gewählt worden. Weniger galt es eine zusätzliche Motivation für die Saison zu wecken, sondern vielmehr Raum für das gegenseitige Kennenlernen zu geben.

In die neue Saison startet das Team auch mit einem erneuerten Kapitäns-Duo. 1. Kapitän ist wie bisher unser Robert. Sein Vertreter ab dieser Saison unser Moritz.

Gestartet ist die Vorbereitung dann gleich „eindrucksvoll“ mit einem 0:4 gegen Altenerding, eine Kreisliga-Mannschaft. Die harten Einheiten machten bewusst schwere Beine und aufgrund verletzter, gesperrter und dann auch einiger Urlauber, fuhren wir mit gerade mal 13 Mann nach Altenerding. 3 dieser Spieler waren Torhüter, weshalb Patrick hier auch noch knapp 80 Minuten als rechter Verteidiger aushelfen musste. Der Gegner spielte einfach aber effektiv – alles was uns zu diesem Zeitpunkt noch nicht gelingen wollte.

Mit dem zweiten Kräftemessen ging es dann zur Spvgg Haidhausen, welche ja ihrerseits in unserer Aufstiegsrelegationsgruppe waren und bereits seit mehreren Jahren immer weit oben in der BZL Süd-Tabelle gastieren. Das Team wurde mit deutlicher Feldmochinger Überlegenheit mit 3:1 auf deren Kunstrasen geschlagen. Dabei konnte sich unser Cio nicht nur einmal als Torschütze, sondern noch zwei Mal als Scorer eintragen. Die weiteren Treffer erzielten Noah und unser Neuzugang Luan.

Bereits zwei Tage später kamen gegen den FCA Unterbruck nicht nur mehr Spieler zum Einsatz, sondern langsam sollten die Beine auch ein klein weniger leichter werden. Hier konnte man in der Startviertelstunde einen Eindruck gewinnen, welches Potential die Mannschaft hat, denn der Gegner sah keinen Ball und konnte mit dem hohen Tempo nur schwerlich mithalten. Die Chancenauswertung allerdings sollte Potentiale haben, Leichtsinnsfehler in der Folgezeit und das fehlende Tempo drehten das Spiel dann aber auch hier. Ein 2:2 hatten sich unsere Gastgeber redlich verdient an diesem Tag, zumal wir unser Spiel und Tempo 75 Minuten lang nicht halten konnten. Neuzugang Rudi traf zum 1:1 und Cio zum 2:2.

Der vierte Vergleich traf dann auf die zuletzt sehr stark auftretenden BZL-Aufsteiger Waldeck-Obermenzing. Diese hatten souverän in spannenden Spielen die Untermenzinger aus der BZL Nord in die Kreisliga verabschiedet. An diesem Spieltag brütete eine enorme Hitze, was den Spieler viel abverlangen sollte. Hier gab es die nächste Steigerung, da wir bereits eine komplette Halbzeit das sehr hohe Tempo und die Dominanz halten konnten. Der Gegner überquerte nahezu gar nicht die Mittellinie und wir spielten auf ein Tor. Äußerst schmeichelhaft für die Obermenzinger Gastgeber ging wir durch Tore von Cio und einem von Cio und Rudi provozierten Eigentor in eine entspannte 2:0 Halbzeit. Der Gegner war derart platt, dass er das komplette Team wechselte, was unserem Spiel nicht guttat. Man merkte, dass die Akkus eben noch nicht voll belastbar waren und durch Wechsel auf unserer Seite, wurde das Spiel fahriger und merklich schlechter. Das wir 2 unnötige Gegentore hinnehmen mußten, passte zu dem Verlauf. So gingen wir neuerdings ungeschlagen, aber eben nur mit einem Unentschieden vom Feld. Aus Sicht von uns Trainern war aber etwas sehr wichtiges passiert: wir steigerten kontinuierlich unsere Power und die Geschwindigkeit im Spiel und hielten diese jetzt immer länger.

Der letzte Vergleich der Vorbereitung wurde dann am vergangenen Wochenende gegen den FC Wacker München gestartet. Unsere Gäste waren nach einer überragenden und dominanten Saison selbst mit 6 Punkten Abzug locker in die BZL Süd aufgestiegen und können einige namhafte Spieler in ihren Reihen anführen. Zudem sind die Ziele dort höher gesetzt als „Nichtabstieg“. Dies konnte man als Außenstehender auch anhand der Kadergröße zum Spieltag beobachten. Zwei komplette Teams gingen an den Start. Als Trainer erhofften wir uns hier neuerlich eine Steigerung in unserem Spiel was Tempo und Power betrifft. Wir sollten wirklich nicht enttäuscht werden. Die Anpassung der zuvor bewusst hohen Trainingsintensität sollte jetzt eindrucksvoll Früchte tragen. Die Mannschaft dominierte die Gäste von Wacker München nach Belieben und drückte den Gegner zeitweise Minutenlang in deren eigene Hälfte, ohne dass diese sich annähernd wehren konnten.  Beide Keeper der Spvgg hatten an diesem Tag vielleicht 5-6 Bälle bekommen, während wir auf der anderen Seite einfach noch zu wenig die notwendigen Abschlüsse suchten. Ein Zwischenstand von 3:0 wäre auch in diesem Spiel mehr als möglich gewesen. Aber das Tempo war eindrucksvoll und die Dominanz mit der dieser – beileibe nicht schlechte – Gegner teilweise hergespielt wurde, war richtig beeindruckend. Dies hatte Wirkung, denn niemand aus dem 1. Team konnte mehr in Hälfte 2 auflaufen und die Gäste wechselten eine komplett neue Mannschaft ein, in der Hoffnung hier das Spiel zu drehen. Aber dieses Mal waren die Akkus voll und unsere Mannschaft setzte nach dem Anpfiff sofort da wieder an, wo sie in der ersten Hälfte aufgehört hatte: extrem hohes Tempo, hohe Laufbereitschaft und schnelles Spiel. Team 2 ging es bereits nach 20 Minuten so, wie der Truppe aus Hälfte eins. Der Gegner wurde beherrscht und es war nur eine Frage der Chancenauswertung. In der 61. Minute verdiente sich dann unser Rudi durch vehementes Nachsetzen das 1:0 als der gegnerische Torwart ihn nur noch anschießen konnte und der Ball ins Tor kullerte.  In der 85. Minute gab es dann noch eine Neuzugänge Kombination, in der Luan eine tolle Flanke auf Adama schlug, der direkt einnetzte. Der gesamte Spielverlauf war an diesem Tag sehr beeindruckend. Vom Mannschaftsgeist, von der sehr starken Physis, aber auch von dem Beherrschungsfaktor über 90 Minuten. Man hatte faktisch zwei Mannschaften in einem Spiel so an den Rand deren Kräfte gebracht, dass diese nicht mehr mithalten konnten. Dies war eines der Ziele der Vorbereitung. Entsprechend zufrieden konnten wir deshalb auch sein. Verbessern wir noch unsere Chancenausbeute, so können wir uns öfter für den hohen Einsatz auch belohnen. Hier bringt aber auch das Zusammenspiel noch seinen Beitrag.

Insgesamt gesehen, sehen wir uns gut vorbereitet auf die Aufgaben die da kommen. Wir haben wirklich gute Spieler, die als Team auftreten, die einen guten Charakter mitbringen, was uns allen sehr wichtig ist und die sich für den Verein reinhauen. Wie die Saison in einer uns unbekannten Liga und unbekannten Gegnern verläuft, wissen auch wir nicht, aber wir haben uns bestmöglich vorbereitet und haben keine Angst uns mit jedem dieser Clubs zu messen. Und wir wollen uns messen und sind heiß darauf dies an Spieltag 1 zu starten.

Alle schreiben Vereinsgeschichte und wenn wir den Nichtabstieg als Mindestziel hinbekommen, schaffen wir Einmaliges für unseren Verein. Egal ob als Spieler am Platz, als Mitglied des Trainerstabes, als Vorstand oder eben auch als wichtiger Fan und Unterstützer, welche für uns der sprichwörtlich „12. Mann/Frau“ sind und uns anfeuern. Wenn alle gemeinsam an einem Strang ziehen, ist alles möglich. Das glauben wir nicht nur, sondern haben es am 10.06.2023 mit dem Aufstieg eindrucksvoll und unvergesslich bewiesen. Die Story muss jetzt nicht aufhören. Drum lasst uns alle kräftig an diesem Strang gemeinsam ziehen und uns gegenseitig helfen – gerade wenn es auch mal schwierig wird. Denn genau dort unterscheiden sich die Guten, von den Eintagsfliegen.

Euer Helmut Leidenberger

Trainer der 1. Mannschaft  

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Wir suchen für unsere C2-Jugend für die neue Saison noch Spieler. Wenn Du Lust und Spaß hast und Dir das zutraust in einer tollen Gruppe Fußball zu spielen, dann melde dich bei uns.

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Leidenberger-Elf holt sich Landesliga-Aufstieg in Mering

Es gibt Spiele und es gibt die ANDEREN Spiele. Partien, über die auch in Jahren noch Beteiligte und Zuschauer reden. Wer am gestrigen Samstag in Mering am Sportplatz zugegen war, der durfte so eine Geschichte live mitnehmen.

Die Relegationen sind mit deren Austragungsmodalitäten in nahezu allen Vereinen zuletzt auch wieder extrem hart kritisiert worden. Da geht es um die Dauer, über die sich solch eine physische und psychische Tortur hinzieht, es geht um das erheblich gesteigerte Verletzungsrisiko für die Spieler durch extreme Überlastung von Amateuren durch viele Spiele in viel zu kurzer Zeit und es geht am Ende auch darum, dass die Spieler – egal ob als Gewinner oder als Verlierer – am Ende ggf. nur eine (!!!) einzige Woche Pause haben, bevor eine Vorbereitung für die neue Saison wieder anfängt. Das alles sind negative Aspekte – vor allem, wenn es am Ende nicht reicht.

Für die Aufstiegsrelegation in die Landesliga hat die Bezirksliga Nord Ihren Vizemeister, die Spvgg Feldmoching ins Rennen geschickt. Nachdem der FSV Pfaffenhofen sich keine Blöße mehr gegeben hatte und als erster bereits sicher das Ticket löste, mussten die Schwarz-Blauen sich nochmals in einer Vierergruppe aus Top-Mannschaften stellen.

Während sich in den ersten beiden Partien die starke Spvgg Haidhausen dem SV Mering beugen mussten, triumphierten die Feldmochinger gegen die ihrerseits starken Serben vom SK Srbija. Damit war die Finalrunde zwischen der Spvgg Feldmoching und dem SV Mering bestellt.

Das Hinspiel in Feldmoching lief dabei deutlich anders, als es sich die Meringer vorgestellt hatten. Bereits in Minute 5 enteilte Edon Prebreza der gesamten Abwehr und wurde brutal vom Mehringer Schlussmann vor dem Strafraum gefoult. Prebreza bekam dabei den Stollenschuh über den gesamten Oberschenkel gezogen und sah entsprechend lädiert für die restliche Spielzeit aus. Absicht kann dem Gäste-Keeper allerdings niemand unterstellen. Vielmehr ist der heraneilende Ball im entscheidenden Moment einfach blöd versprungen. Dennoch war die Entscheidung der Schiedsrichter klar und der Torwart mußte mit Rot das Feld räumen. Das beflügelte natürlich das Spiel der Hausherren und das Ergebnis aus diesem Spiel lautete 2:1 für die Feldmochinger, wobei dort noch 100%ige Chance im letzten Drittel liegen gelassen wurden. Wäre es am Ende 6:3 für die Feldmochinger gestanden, hätte sich auch niemand wundern dürfen. So lagen die Münchner am Ende des Hinspiels hauchdünn, aber mit 3 Punkten im Duell in Front.

So knapp dieser Vorsprung auch sein mochte, so hoch war die Meringer Hypothek darauf. Während man im Hinspiel, auf den im Urlaub befindlichen Kapitän verzichten mußte, so machte man auf Seiten des Landesligisten alles möglich, um diesen und einen weiteren Spieler rechtzeitig zum Rückspiel noch aus dem Urlaub zu holen. Mit Ausnahme des gesperrten Keepers wieder komplett, wollte man auf heimischen Terrain dann die Partie auch nochmals drehen.

Das daran auch kein Zweifel aufkommen sollte, erkannten spätestens um 16:00 Uhr zum Anpfiff alle, die hier im Stadion waren. Die Roten aus Mering machten von Anfang an Druck, während die Blauen aus Feldmoching ihrerseits die taktische Marschroute der Leidenberger-Brüder umsetzten. Da gab es für die Hausherren ab der Mittellinie schlicht kein Durchkommen und man machte auch in jedem Zweikampf deutlich, dass heute mal ein anderer Gegner ins Landkreisstadion gekommen war. Die Zweikampfstärke der Münchner machte den Hausherren gleich zu Anfang bereits einige Probleme und produzierte zahlreiche Ballverluste im Spielaufbau. Die Gäste waren dabei gerade über den wieder an Bord befindlichen Noah Maslaton brandgefährlich. Die linke Offensive war einfach deutlich schneller als sein Gegenspieler und düpierte ihn nach einem schönen langen Ball in Minute 11 an der Grundlinie. Maslaton´s strenge Hereingabe wurde vom extrem laufstarken Ion „Jonny“ Tihenchi eiskalt verwandelt, der im Eiltempo im Laufduell mit seinem Verteidiger von der Mittellinie gestartet war.

Nun brannte bereits die Luft auch jenseits der sommerlichen Temperaturen. Die stark gewachsene Schuldenlast der Meringer blieb allerdings nur bis zur 24. Minute in der Höhe. Dann setzte sich der sehr starke Endrit Ahmeti auf halb rechts durch und konnte in der Mitte nicht gestoppt werden. Sein perfekt gespielter Ball in die Tiefe erreichte den Toptorjäger der Meringer Manuel Utz. Dieser ließ dem ansonsten stark agierenden Feldmochinger Schlußmann Semih Cakmakci keine Chance und glich zum 1:1 aus. Die Ausgangssituation war also wieder die gleiche.

Die Meringer versuchten den Druck hoch zu halten, die Feldmochinger agierten überlegt und ließen ihrerseits Ball und Gegner laufen. Es gab vereinzelte Abschlüsse, von denen sicherlich der Freistoß von Fabian Imhof einer der sehenswertesten war. Der Feldmochinger Verteidiger brachte den Ball aus 25m so gefährlich auf das Tor der Hausherren, dass der Schlußmann in großer Not das Leder gerade noch über die Latte lenken konnte.

Das Spiel war von beiden Seiten willensstark umkämpft, was sich auch in der Kartenbilanz zum Ende hin zeigte. 14 gelbe Karten, 1 gelb-rote und 1 rote – soviel mal vorneweg.

Als mit Robert Leidenberger, der Feldmochinger Kapitän nach einem Foul am eigenen Strafraum verletzungsbedingt das Feld räumen mußte, formierten Helmut und Manfred Leidenberger ihr Team neu. Für den Kapitän kam nun Cihan „Cio“ Öztürk, den die Gäste-Coaches jetzt mit einem speziellen Auftrag versorgten.

Eine nahezu spielentscheidende Szene ereignete sich dann aber vorher in der 57. Minute, als der extrem fleissige Gabriel Ramaj unbedacht einen Ball nach dem Pfiff noch wegbugsierte und dafür folgerichtig Gelb sah. Nur zehn Minuten später kam neuerdings ein langer Ball auf Noah Maslaton, welcher sich auf und davon machte. Diesen Ansturm wollte Merings Noah Kusterer allerdings nicht zulassen und mähte den Feldmochinger Flügelmann derart übel von der Seite um, dass viele Zuschauer eine rote Karte dabei sahen – zumindest eine 10 Minuten Strafe. Das Schiedsrichtergespann entschied lediglich auf Gelb, während dessen im Hintergrund Merings Weißenböck und Ramaj aneinander gerieten. Waren es zuerst Worte, so schubste Weißenböck Ramaj plötzlich weg. Dieser schubste ebenfalls und der Schiedsrichter Hägele entschied auf zwei gelbe Karten. In der Folge mußte Ramaj mit Gelb-Rot vom Feld und die Gäste waren nur noch 10 Mann – für nahezu 30 Minuten.

Die Meringer, die zu der Phase des Spiels bereits wie im Hinspiel erste konditionelle Schwächen erkennen ließen, schöpften zweite Luft und machten dann noch mal richtig Dampf im Kessel. Angriffswelle über Angriffswelle erging über die Feldmochinger Defensive, die mit dem Herz eines Löwen sich den Meringern entgegenstellten.

Das Gespann um den Defensivverbund von Michael Appiah, Dogukan Numcu, Fabian Imhof und Moritz Haile arbeitete hinten, während Mario Ljubicic und Ion Tihenchi bereits nach der Mittellinie in die Zweikämpfe gingen.

Die Bewunderung aus den Feldmochinger Fanreihen für so einen Team – und Kampfgeist kannte keine Grenzen. So wehrten sich die Gäste nach Kräften bis in die Schlußphase der Partie. Diese sollte es aber nochmal so richtig in sich haben.

https://b53c6b60926c1e1d2de57472dfb0566a.safeframe.googlesyndication.com/safeframe/1-0-40/html/container.html Die Meringer warfen nun alles ins Rennen was zur Verfügung stand, wechselten gleich doppelt mit Mölders und Wiedemann und standen teilweise mit 5-6 Offensivkräften an der Feldmochinger Festung an. Es dauerte bis zur 85. Minute, ehe dieser Invest sich in Zählbares wandeln sollte. Eine hohe Flanke erreichte den gerade eingewechselten Wiedemann, dessen Kopfball zunächst von Cakmakci spektakulär von der Linie gerettet werden konnte. Für den Abpraller reagierte er aber am schnellsten und versenkte das Leder im Feldmochinger Tor. Während sich die Hausherren kaum mehr bremsen konnten vor Freude, so tief mußten die Feldmochinger noch einmal Luft holen.

Die Feldmochinger hatten aber bereits in anderen Spielen der jüngeren Spielzeit teils zwei Tore in einer Minute erzielt und wußten auch um Ihre Fähigkeiten und vor allem den Willen.

Das späte 2:1 hätte zu diesem Zeitpunkt bereits den Weg für eine Verlängerung geebnet, die für die Feldmochinger in Unterzahl deutlich schmerzhafter gewesen wäre, als für Mering. Diese rochen ihre Chance zu einem vorzeitigen Ende. Angepeitscht von den heimischen Fans wollte man es wissen und machte auch in den allerletzten Minuten Druck. Eine hohe Flanke nach der anderen kam in den Feldmochinger Strafraum gesegelt. Aber das Ergebnis stand bei jeder Flanke fest: Semih Cakmakci. Der Feldmochinger Schlußmann wuchs über sich hinaus und pflückte einen Ball nach dem anderen herunter. Was der Feldmochinger aber auch kann, zeigte er in der 96. Minute. Er machte eine neuerliche Hereingabe zunichte und fetzte den Ball sofort nach vorne auf den frischen und enorm dribbelstarken Öztürk. Dieser schnappte sich das Leder und umspielte den ersten Gegner, zog Gegner zwei und drei auf sich und hob den Ball perfekt getimt über die Meringer Verteidigungslinie. Nicht zu halten war wie im Hinspiel Edon Prebreza erneut, der durchmarschierte und wieder alleine vor dem Keeper der Hausherren auftauchte. Trotz der schweren Verletzung aus dem Hinspiel ließ er sich nicht aufhalten und köpfte den Ball über den herauseilenden Keeper.

Bruchteile von Sekunden werden zu Stunden, wenn der Ball richtig Torlinie hüpft und ein Gästeverteidiger mit einem letzten Sprint und einer Grätsche versucht das Leder noch um das Tor zu lenken.

Er erwischte Ball sogar noch und konnte ihn aber vor seinem eigenen Sturz ins Tornetz nur noch an den Pfosten lenken. Für den Abpraller stürmte bereits Edon Prebreza heran und ballerte die Kugel ins tödlich getroffene Meringer Herz.

Der Platz wurde augenblicklich vom gesamten Feldmochinger Fanblock, Spielern, Funktionären und allem was laufen konnte überrannt. Ein Wunder, dass der Torschütze unter dem Menschenberg überhaupt überlebt hatte.

Das Spiel war eine Minute später vorbei und der Jubel hatte keine Grenzen. Die Spvgg Feldmoching steigt damit zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte in die Landesliga auf. Der Zeitraum hätte nicht passender sein können. Genau vor 40 Jahren in der Saison 1982/1983 war es zuletzt dem Club aus dem Münchner Norden gelungen dies zu schaffen.

Als Fan und Anhänger ist es nicht möglich ein neutrales Bild der Geschehnisse zu geben. Die Meringer Sportskameraden hätten den Ligaverbleib ebenso verdient gehabt, wäre diese Regelung nicht, wie sie ist.

Ein Spiel wie dieses bringt alles mit, worüber jung und alt auch in Jahren noch sprechen können und schreibt Vereinsgeschichte.

Von Seiten der Feldmochinger wünschen wir der Spvgg Haidhausen, dem SK Srbija und dem SV Mering eine gute und verletzungsfreie neue Saison und viel Erfolg.

Besonders gute Genesungswünsche gehen vom gesamten Verein an unsere Nummer 9 Ümit Arik, der sich bei dem Rückspiel gegen SK Srbija das Schlüsselbein und Schultergelenk gebrochen hatte und einen Tag vor dem Finalspiel operiert wurde und trotz erheblicher Schmerzen live am Bildschirm dabei sein wollte. Das Team hat den Sieg auch für Dich Ümit geholt. Werde schnell wieder gesund.

Die wilde Horde
Beste Genesungswünsche vom Team an unseren Ümit Arik
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